Bodenbearbeitung in der Landwirtschaft

In der Landwirtschaft ist eine solide Bodenbearbeitung in gewisser Hinsicht die Grundvoraussetzung für eine ertragreiche Ernte und somit wirtschaftlichen Erfolg. Wer seine Äcker nicht der richtigen Therapie unterzieht, riskiert im Anbau von Pflanzen schnell negative Ergebnisse. Daher ist eine gute Bodenbearbeitung auch so wichtig und stellt gewissermaßen die Basis des Erfolgs in der Landwirtschaft.

  • Bodenpartikel werden in das richtige Verhältnis zueinander gebracht
  • Unkraut und Schädlinge werden bekämpft
  • Verschieden Tiefe Interventionen sind möglich

Der Schlüssel zum Erfolg bei dieser Technik ist, dass die Bodenpartikel in das richtige Verhältnis zueinander gebracht werden. Dies wird durch ein Umgraben mit einem bestimmten dafür speziell vorgesehenen Gerät erreicht – das wohl anschaulichste Beispiel dafür, was auch jeder sehr gut kennen sollte, stellt der ganz klassische Pflug dar, der in jeden zweiten Märchen oder jeder zweiten Sage, so kommt es uns manchmal vor, seine Rolle spielt. Diese Technik der Bodenbearbeitung ist schon mehrerer hundert Jahre alt. Allerdings gibt es auch neuere Arten und Wege, auf denen man das Umgraben vornehmen kann. Aber die verschiedenen Techniken sollen hier an dieser Stelle nicht im Mittelpunkt stehen. Viel wichtiger ist es, den Prozess rund um das Umgraben der Bodenpartikel besser zu verstehen. Welche Partikel werden also bei der Bodenbearbeitung umgeschichtet? Im Kern geht es dabei um das richtige Verhältnis aus Partikeln aus Wasser und Luft. Ein guter Boden in der Landwirtschaft braucht Wasser und Luft nämlich in den richtigen Dosen und Ausmaßen – da kann man unsere Mutter Erde im Grunde ganz gut mit dem menschlichen Organismus vergleichen. Denn wer von uns kann schon auf das Atmen oder gar auf das Trinken verzichten? Das können wir alle nicht und genauso stellt es auch für die Erde ein Problem dar, wenn sie nicht genug trinken oder atmen kann. Wir müssen sie also mit Luft und Wasser versorgen, und das in den richtigen Maßen. Damit jedoch der Untergrund atmen kann, darf er nicht zu hart sein und die Erde darf nicht zu fest aneinander liegen, was zumeist nach einem Jahr der Landwirtschaft durch die Einflüsse der Witterung allerdings der Fall ist. Durch eine gute Bodenbearbeitung schließlich wird die Erde aufgelockert und die einzelnen Partikel liegen auf diese Art und Weise locker beieinander, damit sie anständig atmen oder auch trinken können – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ein Untergrund, der zu fest ist und durch den keine Luft und kein Wasser strömen können, der ist nicht unbedingt geeignet, um darauf Pflanzen zu bestellen, weil die Nährstoffe fehlen. Um letztere im richtigen Verhältnis der Mischung zu garantieren, stellt eine gut gemachte Bodenbearbeitung in diesem Sinne die Grundlage für ein erfolgreiches und ertragreiches Wirtschaften dar.

Bodenbearbeitung vertreibt Unkraut und Schädlinge

Jedoch hat Bodenbearbeitung auch noch allerlei positive Nebeneffekte, zu denen ganz prominent die Bekämpfung von Schädlingen und von Unkraut steht. Denn solche Parasiten wachsen heimlich, still und leise vor sich hin und können sich unter Umständen auch noch in relativ festen Böden mit relativ wenigen Nährstoffen ganz hervorragend entwickeln. So besteht dann immer das Risiko, dass das Unkraut leise vor sich hin gedeiht, während die wirklichen Pflanzen, die ja eigentlich im Mittelpunkt des ganzen landwirtschaftlichen Projektes stehen sollen, immer weniger Energie und Nährstoffe abbekommen – mit dem Ergebnis, dass die Ernte am Ende der Saison schlecht oder nicht voll zufrieden stellend ausfällt. Allein der positive Effekt, dass bei einer guten Bodenbearbeitung dem Unkraut der Kampf angesagt wird, ist schon die ganze Arbeit wert. Natürlich muss man dabei mit anständigem Equipment umgehen, weil man sonst ganz schnell frustriert den Löffel abgeben muss. Das ist ja letztlich im Bereich der technischen Geräte mal überhaupt so gar keine Ausnahme, wenn man den großen Ärger erst einmal bedenkt, denn man sich mit schlechten oder ungeeigneten Werkzeugen ganz leicht einheimsen kann. Da macht die Bodenbearbeitung überhaupt keine Ausnahme, denn auch hier gilt, dass man nur mit anständigem Material gute Ergebnisse erzielen kann, ansonsten kann man die ganze Arbeit gleich von vorn herein bleiben lassen. Es lassen sich heute übrigens ganz hervorragende Landmaschinen finden, die in Deutschland hergestellt und vertrieben werden. Hier haben wir Deutschen, wie auch in weiteren Bereichen der Industrie und dem Ingenieurswesen auch, immer noch einen weltweit guten Ruf, da machen Maschinen zur Bodenbearbeitung keine Ausnahme. Wie gut das Resultat am Ende des Tages ist, hängt natürlich allerdings nicht nur von der Qualität der eingesetzten Maschinen ab. Auch der Landwirt muss einiges auf dem Kasten haben, damit eine Bodenbearbeitung wirtlich erfolgreich ist. Bei den Maschinen wie beim Anwender ist es genauso wahr, dass man hier über eine gewisse Erfahrung verfügen sollte.

Die Tiefe des Eingriffs variiert je nach eingesetztem Gerät

Denn es gibt bei der Bodenbearbeitung noch eine letzten technische Feinheit zu beachten – wobei wir von der Tiefe des Eingriffs in der Erde sprechen. Früher noch wurden ja bekanntlich Pferde, Esel und andere Zugtiere eingesetzt, um die Erde umzupflügen. Heute bringen das kräftige Traktoren zustande, die schon viele Zentimeter tiefer ausgraben können als früher. Früher betrag die Tiefe nur wenige Zentimeter, heute sind es bis zu 25 Zentimeter und mehr. Das muss man sich erst einmal vorstellen, da mit jedem Zentimeter es exponentiell schwieriger wird und man mehr Kraft aufwenden muss, um zu dem gewollten Ergebnis zu kommen. Heute kann man mit einer guten Zugmaschine in der Bodenbearbeitung gewissermaßen Berge versetzen. Allerdings weiß der erfahrene Landwirt, dass er auch nicht ins Unermessliche graben sollte, da er sonst das Leben des Bodens auf lange Sicht hin beschädigen kann. Bodenbearbeitung ist etwas für richtige Spezialisten.

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